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Die Gaben der Natur


Der Granatapfel – paradiesische Frucht


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„… deine Lippen sind wie eine scharlachfarbene Schnur und dein Mund ist lieblich. Deine Schläfen sind hinter deinem Schleier wie eine Scheibe vom Granatapfel…“
Hohelied Salomos, 4,3

Der Granatapfel oder auch Grenadine, lateinisch Punica granatum, stammt ursprünglich aus Persien. Seit mehr als 5.000 Jahren wird er kultiviert. Als Grabbeigabe fand man ihn in den Grabkammern Ramses IV. (ca. 1000 v. Chr.). Beheimatet ist er rund um das Mittelmeer bis hin nach Indien.
Sein Name geht auf das lateinische Wort für Körner „granae“ zurück. Sein lateinischer Name geht auf die Phönizier zurück, die diesen Baum aus religiösen Gründen anpflanzten.
Literarisch ist der Granatapfel mehrfach durch die Bibel belegt u.a. im Hohelied Salomos. Er gilt – vermutlich nicht erst seit seiner Erwähnung in der Bibel – als Symbol für Fruchtbarkeit und Liebe.
In den Ländern der Levante, die Länder des östlichen Mittelmeeres, ist er äußerst beliebt. Dort wird er als Obst geschätzt, als Fruchtsaft genossen, aber auch mit Fleisch oder Salat serviert. Viele köstliche Rezepte – traditionelle und ganz neue – zeugen von dem gediegenen Geschmack dieser Küche. Heute erfreut sich der Granatapfel erneuter Beliebtheit auch in der westlichen Küche, nicht nur seit seine präventive Wirkung gegen Prostatakrebs bewiesen ist. Dass er seit Alters her als Aphrodisiakum eingesetzt wurde, macht ihn heutzutage sicher noch beliebter. Soll doch schon Eva im Paradies ihrem Adam einen Granatapfel gereicht haben. Tatsache ist auf jeden Fall, dass ein in ihm enthaltenes pflanzliches Östrogen Wechseljahresbeschwerden lindern kann. Flavonoide unterstützen das Immunsystem und helfen bei der Bekämpfung von Entzündungen im Körper, wozu u.a. ein hoher Anteil an Antioxidantien beiträgt. Arteriosklerose kann durch die regelmäßige Einnahme von Granatapfelsaft gelindert und – möglicherweise – sogar abgebaut werden. Darüber hinaus enthält er nur wenige Kalorien (74 kcal/100 g) und unterstützt die Verdauung.
Und abgesehen von allen gesundheitlichen Aspekten schmeckt er einfach herrlich. Ist rfrischend, süßlich bis ein wenig bitter und sehr saftig.

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