 |
Aktuelles
Historisches
Kritisches
Frauen
Die Gaben der Natur
Musik
Tanz
Literatur
Malerei
Architektur
Kino
arabische Traditionen
Festivals
Austellungen
Zeitschriftenarchiv
Künstlerverzeichnis
Termine
Sitemap
Newsletter
|
Musikinstrumente
|
Das Qanun
ma
Ein Instrument, auf das in der Bauchtanzmusik inzwischen schon des öfteren verzichtet wird, nicht aber im Takht-Ensemble, ist das Qanun, die arabische Zither.
|
Das Qanun scheint zurückzugehen auf Zitherinstrumente aus dem alten Griechenland und Ägypten einige tausend Jahre vor Christus. Als Qanun ist das Instrument erst seit dem 10. Jahrhundert in Al-Farabis "Großem Buch der Musik" nachweisbar. Das arabische Wort "Qanun" bedeutet Gesetz. Auch dies geht zurück auf seine Verwendung durch die arabischen Musiktheoretiker. Das Qanun eignet sich in besonderer Weise zur Demonstration der arabischen Musiktheorie.
|
 |
Diese Kastenzither hat zwischen 63 und 84 Saiten, die alle dreichörig bespannt sind. Das Qanun wird - wie der Oud - mit Plektrum angerissen. Beim Qanun spielt der Spieler allerdings mit beiden Händen. Er hält das Plektrum nicht direkt zwischen den Fingern, sondern trägt um die Zeigefinder jeweils einen Ring, in den er die Plektren hineinsteckt. Die Spieltechnik ist im großen und ganzen ähnlich, wie beim Oud. Auch hier wird der Ton durch mehr oder weniger regelmäßige Auf- oder Abwärtsbewegung beim Anreißen der Saiten erzeugt. Die Anordnung der Saiten ermöglich dem Spieler besonders das schnelle Auf- und Abgleiten über mehrere Saiten, was eine Art Glissando hervorruft.
Typisch für die arabische Musizierweise ist wieder das Pendeln zwischen zwei Tönen, von denen einer quasi den Grundton bildet, während mit dem anderen eine Melodie gespielt wird. So werden die eigentlichen Melodietöne feinsinnig umspielt.
Die Besonderheit des Qanun sind kleine Metallhebelchen, mit denen man die Saiten während des Spielens um einen Viertel-, Halb- bzw. Dreiviertelton verlängern oder verkürzen kann, so dass ein Umstimmen von einem Maqam (Tongeschlecht) ins andere während des Spielens möglich ist.
Sein Tonumfang reicht von F1 bis c''. Durch die Metallhebelchen ('orab) ist es möglich, alle in der Literatur vorkommenden Maqamat auf dem Qanun ohne aufwendiges Umstimmen zu spielen. Die Grundstimmung des Qanun ist der Maqam Bayati, in den zwei Hebel unter jeder Saite liegen bleiben, während die anderen beiden aufrecht stehen. Sie tiefste Saite ist in G gestimmt, die höchste D. |
|
 |